Jakob Provin

Jakob Provin[1]

männlich um 1557 - 1645  (~ 88 Jahre)


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  • Name Jakob Provin 
    Geboren um 1557  Meride, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Sosa 2272 
    Geschlecht männlich 
    Beruf ab etwa 1590  Stift Spital am Pyhrn Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Steinmetzmeister 
    Gestorben 28 Apr 1645  Spital am Pyhrn Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I1916  Schuster-Pippersteiner
    Zuletzt bearbeitet am 2 Mai 2020 

    Familie Juliana NN 
    Verheiratet Datum unbekannt 
    Kinder 
     1. Andreas Provin,   geb. Spital am Pyhrn Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 4 Aug 1703, Spital am Pyhrn Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Martha NN  verh. Datum unbekannt
     2. Christoph Provin
    Maria Högerl  verh. Datum unbekannt
     3. Thomas Provin,   geb. um 1619,   gest. 5 Jun 1699, Pachern Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 80 Jahre)
    Sofie NN  verh. Datum unbekannt
    Zuletzt bearbeitet am 30 Dez 2016 
    Familien-Kennung F757  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeboren - um 1557 - Meride, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf - Steinmetzmeister - ab etwa 1590 - Stift Spital am Pyhrn Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsGestorben - 28 Apr 1645 - Spital am Pyhrn Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos
    Wappen Provin
    Wappen Provin
    Auf silbernem Hintergrund ein roter Gamsbock auf einem Berg mit drei grünen Spitzen, aufsteigend, aufgerichtet, im rechten Vorderbein ein schwarzer Hammer und begleitet von einem schwarzen Winkelmaß auf der linken Seite des Wappenschildes.
    Helmschmuck: eine kugelartige Haube (bonetto!) in Silber, gekrönt mit einer roten Kugel, zwischen zwei Wasserbüffelhörner positioniert.
    In Alfredo Lienhard-Riva, Armoriale ticinese, Losanna 1945

    Dörfer
    Meride
    Meride
    Bezirk Mendrisio, Kanton Tessin, Schweiz
    Meride
    Meride
    Spital am Pyhrn
    Spital am Pyhrn

    Kirchen
    Kirche San Silvestro
    Kirche San Silvestro
    Meride, Bezirk Mendrisio, Kanton Tessin, Schweiz
    Stift Spital am Pyhrn
    Stift Spital am Pyhrn
    Grabinschrift Jakob Provin
    Grabinschrift Jakob Provin
    Stift Spital am Pyhrn
    Beinhaus
    Beinhaus
    Stift Spital am Pyhrn

  • Notizen 
    • weitere Recherchen brachten folgendes (23.01.2018):

      In seinem Hauptwerk I Magistri Grigioni, architetti e costruttori, scultori, stuccatori e pittori dal 16° al 18° secolo, Poschiavo, 1958 (neue Auflage 2013), erwähnt A.M. Zendralli „Andrea und Giacomo Provini“ tätig in “Spital am Pyhrn” (1642), aber mit der Bemerkung sie seien “probabilmente” (wahrscheinlich) von Mesocco (S. 116).

      In Alfredo Lienhard-Riva, Armoriale ticinese, Losanna 1945, ist Giacomo Provini erwähnt als Bürger von Meride, mit eindeutige Quellenangaben (siehe Beilage).
      Meride ist als Heimatort von vielen Künstlern, Baumeister und Maurer bekannt.
    • DANK der FB Gruppe Italian Genealogy (02.01.2018):

      Andrea e Giacomo Provin (Provini) di Mesocco lavorano dal 1642 in poi alla costruzione del convento di Spital al Pyhrn; Giacomo costrui pure una fontana nella corte del castello di Altpernstein.

      Andrea und Giacomo Provin (Provini) von Mesocco arbeiteten ab 1642 am Bau des Spitalkonvents am Pyhrn; Giacomo errichtete auch einen Brunnen im Hof ​​des Schlosses von Altpernstein.

      Quelle:
      Magistri grigioni nell'Austria
      da Oesterreichische Zeitschrift für Kunst- u. Denkmalpflege,versione italiana di Antonio Zendralli

      Autor: Zendralli, A.M.
      Band (Jahr): 27 (1957-1958), Heft 4
      Ein Dienst der ETH-Bibliothek
      ETH Zürich, Rämistrasse 101, 8092 Zürich, Schweiz

    • http://www.wiku-online.at/zeitung/WIKU_388.pdf - Seite 7
      So können wir annehmen, dass auch der aus Italien stammende Steinmetzmeister Jakob Provin zuerst in Wien tätig war und später von Probst Gienger nach Spital geholt wurde. Sicher ist, dass Jakob Provin im Jahr 1590 in Spital war, weil er damals den roten und schwarzen Spitaler „Marmor“ gefunden hat. Dies geht aus der Inschrift seines Grabsteines hervor, der sich in der Schutzengelkapelle der Spitaler Kirche befindet.Aus der Inschrift des Grabsteines ist aber auch zu entnehmen, dass der Meister„...zu alhiesig Stüft denen drey gestorbenen römischen Kaysern Rudolpho, Metthia und Ferdinando z.seeligsten Angedenkhen sowol Fürsten und Hern vil andere underschiedliche Arbeitn ververdigt und gemacht hat, so gestorben den 28. April 1645, seines Alters im 88igsten Jar“. In Spital ist heute keines dieser Kaiser-Denkmale erhalten, sehr wohl aber einige kunstvolle Grabmale für Pröpste und Chorherren. Jakob Provin war in Spital auch „Hofwirt“, er war dreimal verheiratet und hatte mehrere Kinder. Der Sohn Thomas kaufte 1656 das Sensenwerk Grünau und war später auch Marktrichter von Windischgarsten in den Jahren 1665/66 und 1670. Sohn Andreas erlernte ab 1641 bei seinem Vater das Steinmetzhandwerk, Arbeiten des Andreas Provin sind ebenfalls erhalten.Die Lehrzeit der Steinmetze dauerte damals fünf Jahre. Am 10. Oktober 1644 verfasste der damalige Hofrichter von Spital ein Beglaubigungsschreiben, wonach Andreas Provin beim Wiener Bürger und Steinmetzmeister Ambrosius Petruzzy die restliche Lehrzeit von zwei Jahren zu Ende bringt, weil Meister Jakob Provin „balt kheines Tags Leibsschwäche halber des tödlichen Abgang gesichert“, alsotäglich sterben könnte. Demnach hat Andreas Provin zwei Jahre lang in Wien bei dem in der Baugeschichte bis heute bekannten Meister Petruzzy gelernt. Petruzzy wurde am 5. Mai 1644 mit der Steinmetzhütte der Michaelerkirche in Wien beauftragt, er hat auch an der Hauptfassade der Burg Forchtenstein im Burgenland gearbeitet. Als ich heuer die Michaelerkirche in Wien besuchte, entdeckte ich dort zwei aus Spitaler Marmor hergestellte Weihwasserbehälter. Andreas Provin war 1646 wieder nach Spital gekommen, dort gab es unter Propst Damian von Inama eine sehr rege Bautätigkeit
    • http://www.windischgarsten.at/gemeindeamt/download/219984187_1.pdf
      Entdeckt wurde der Spitaler Marmor seinerzeit von einem Südtiroler Steinmetz namens Provin, den Probst Damian zum Bau des Stiftes geholt hatte.
      Von ihm stammt sicher das herrliche Taufbeckenin unserer Pfarrkirche und auch die Weihwasserbecken beim Seiteneingang. Sie können einem aufmerksamen Beobachter eine Überraschung bereiten. Wenn man nämlich einmal nicht oben hineingreift, sondern unten entlang streift, spürt man dort die Finger einer Hand, die uns das Becken entgegenhält. Eine Meisterleistung des Steinmetzen!
    • http://www.wiku-online.at/zeitung/WIKU_421.pdf
      Die so produktive Werkstatt in Spital am Pyhrn geht auf die italienische Steinmetzfamilie Provin zurück, die wegen des Stiftsbaues um 1590 nach Spital am Pyhrn gekommen war. Jakob Provin gilt als der Entdecker des „roten Marmors“. Er fand ihn unter den Massen des Felssturzes bei der Leonhardikirche. Das wertvolle Gestein ist zwar nicht vom Himmel gefallen, aber vomSchwarzenberg herunter.

      http://burg.ooe.kjweb.at/burgfuehrung/Burg
      Altpernstein, Der Innenhof mit BrunnenDer nicht ganz regelmäßig rechteckige, ungewöhnlich kleine, aber hohe Innenhof erinnert noch etwas an seinen gotischen Ursprung. Typisch gotische Stilelemente gingen jedoch bei den Umbauten der Jörger verloren. Der Gesamteindruck des Innenhofs deutet durch die Sgraffito-Rahmung der Fenster und Türen eher auf die Frührenaissance hin. Verstärkt wird dieser Eindruck auch noch durch ein Prunktstück aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, einem in die Wand eingebauten Marmorbrunnen.

      Wie eine Inschrift verdeutlicht, wurde der Brunnen 1607 vom Steinmetzmeister Jakob Provin aus Spital am Pyhrn hergestellt.
    • http://www.ribera-philosophie.at/lexikon-kaisersteinbruch-bd2.pdf
    • https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Stift_Spital_am_Pyhrn

  • Quellen 
    1. [S3] Sterbeeintrag:.
      Grabinschrift, Schutzengelkapelle der ehemaligen Stiftskirche von Spital:
      Alhie ligt begraben der eheluch und furnem Jacoby Provin, gewöster Hofwürt und Stainmetz allhie zu Spittäl am Piern, welcher nit allain den schenen braun und schwartzen Marborstain noch vor 55 Jahren allhie erfunden, sondern zu alhiesig Stüft auch denen drey gestorbenen römischen Kaysern Rudolpho, Metthia und Ferdinando z. seeligsten Angedenkhen sowol Fürsten und Hern vil andere underschiedliche Arbeitn ververdigt und gemacht hat, so gestorben den 28. April 1645, seines Alters im 88isten Jahr. Dan seine abgeliebte drey eheliche Hausfrauen Juliana, Sara, Maria und seine in erster Ehe erzeugten Söhn und Töchter, welchen allen auch uns samentlich der allmechtige Gott nach diesem vergenglichen mühseligen Jammerthal ain fröhliche Ehrstent genediglich verleichen wolle. Amen